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Grauer Star ;-) aus der RP vom 21.11.2012

Kämmerling, Giesenkirchens "Grauer Wolf"
44-Jähriger ist noch immer Leistungsträger
Er kommt, fast gemächlich, vor einem Spiel zum Aufwärmen auf das Spielfeld. Kräftige, kantige Statur, das Trikot spannt ein bisschen. Vielleicht ein paar Pfunde zu viel an der falschen Stelle, getarnt als Rettungsring. Markantes Merkmal: Graue Haare, die ein wenig an Rudi Völler erinnern. Sein Name: Bernd Kämmerling. Alter: 44 Jahre. Seine Passion: Spieler von Giesenkirchens Drittvertretung.
Wer ihn während des Aufwärmtrainings beobachtet, hat nicht den Eindruck, dass dieser Mann noch seine Leistung im Spielbetrieb bringen kann. Eher das Gefühl, jede Bewegung wäre mit heftigen Schmerzen verbunden. Doch spätestens nach fünf Minuten Spielzeit wissen die Gegner, dass hier ein ausgebuffter Spieler ihnen gegenüber steht. Explosiv im Antritt, exzellentes Stellungsspiel – und von der Geschwindigkeit kann er mit den halb so alten Gegenspielern mithalten.
Angefangen hat Bernd Kämmerling als fünfjähriger in Giesenkirchen und hat schon in der Jugendzeit höherklassig gespielt. Mit Giesenkirchen spielte er als Senior Bezirksliga, stieg in die Kreisliga A ab und schaffte den Wiederaufstieg. Borussias Scouts blieb sein Potenzial nicht verborgen und er wurde für die Amateure verpflichtet. Drei Jahre spielte Kämmerling in der Verbandsliga, bevor er zum damaligen Oberligisten 1. FC Viersen wechselte und erneut einen Abstieg seiner Vita (größter Erfolg: Hallenstadtmeister) hinzufügen musste.
Dem zweijährigen Gastspiel in Lobberich folgte ein Engagement in Beeck. Hier spielte er im ersten halben Jahr noch Verbandsliga, stieg in die Oberliga ab und schaffte erneut den Aufstieg. Beecks Reserve konnte drei Jahre lang auf Bernd Kämmerling als Spieler aufbauen und schaffte den Aufstieg in die Landesliga. 1999 kehrte er zu seinen Wurzeln nach Giesenkirchen zurück.
Abseits des Spielfeldes ist Bernd Kämmerling eher schüchtern. Er sieht sich nicht als Führungsspieler, sondern als Mannschaftsspieler, der nur impulsiver auf dem Platz agiert, um seine Mitspieler anzuspornen. Sein derzeitiger Trainer Holger Rütten erklärt den Menschen Kämmerling: "Harte Schale, weicher Kern, fußballverrückt, immer zu Scherzen aufgelegt." Und fügt noch hinzu, dass er sich mit ihm gerne bespricht. Also ein Spieler, Typ "Grauer Wolf", den sich viele Trainer in ihrem Team wünschen.

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